Waffenrecht

Die hier aufgeführten Informationen sind derzeit noch unter Vorbehalt zu betrachten. Wir übernehmen keinerlei Gewähr für die Richtigkeit der hier abgedruckten Informationen. Jeder Verein und WBK Inhaber ist verpflichtet sich bei den entsprechenden behördlichen Stellen zu informieren.

 
Am 13.09.2012 fand im Schützenhof Herford die Aktion WSB unterwegs statt. Ein wichtiges Thema waren neue Informationen zum Waffenrecht. Auf dieser Seite möchten wir euch in eingen Auszügen hierüber informieren.

Im Anschluss an diesen Artikel findet Ihr die entsprechende Dokumente zum Download

 
1. Erforderliche Dokumente bei RWK und Meisterschaften:
a) Personalausweis
b) Sportausweis (als Nachweis des ausreichenden Versicherungsschutzes)
c) Bei Kids unter 14 Jahren – schriftliche Einverständniserklärung der Eltern
d) Ausnahmegenehmigung:

- Luftdruckwaffen – unter 12-jährige
- Kleinkaliberwaffen – unter 14-jährige
durch die Kreispolizeibehörde

Die verantwortliche Person (die Standaufsicht) ist verpflichtet diese Dokumente zu haben. Im Schadensfall haftet diese Person ansonsten mit seinem Privatvermögen bis zu einer Höhe von 5000,- €.

2. Aufbewahrung von Waffen und Munition - Hierzu gibt es ein schönes Schaubild vom DSB.
a) Aufbewahrung im privaten Bereich:

In einem Klasse A-Schrank ohne Innenfach dürfen max. 10 WBK-pflichtige Langwaffen gelagert werden; die Munition muss in einem extra Stahlblechschrank mit Schwenkriegelschloss oder gleichwertig gelagert sein. Die Munition darf NICHT zusammen mit den Waffen gelagert werden!

Hat der Klasse A-Schrank ein Innenfach, so darf die Munition dort untergebracht sein.

In einem Klasse B-Schrank mit Innenfach dürfen max. 10 WBK-pflichtige Langwaffen und max. 5 WBK-pflichtige Kurzwaffen gelagert sein; dazu darf die Munition mit den Kurzwaffen zusammen im Innenfach liegen.

In einem Klasse B-Schrank ohne Innenfach darf eine unbeschränkte Anzahl von WBK-pflichtigen Langwaffen und max. 10 WBK-pflichtige Kurzwaffen gelagert werden. Die Munition muss in einem separaten Stahlblechschrank mit Schwenkriegelschloss untergebracht sein.

In einem Klasse 0-Schrank darf eine unbeschränkte Anzahl WBK-pflichtiger Langwaffen plus max. 10 WBK-pflichtige Kurzwaffen mit Munition gelagert werden.

In einem Klasse 1-Schrank hat man keine Einschränkung bzgl. der Anzahl der WBK-pflichtigen Waffen inkl. Munition mehr.

b) Aufbewahrung im nicht bewohnten Schützenhaus:

Hier dürfen nur max. 3 WBK-pflichtige Langwaffen in einem Klasse 1-Schrank untergebracht sein.

WBK-pflichtige Kurzwaffen dürfen nur auf der abgestimmten Grundlage eines Sicherheitskonzeptes im unbewohnten Schützenhaus aufbewahrt werden.

Die zuständige Behörde kann auf Antrag Abweichungen der Sicherheitsbehältnisse zulassen. Vereine, die bis zum 31.03.2008 eine Genehmigung zur Aufbewahrung haben, können sich auf diese solange berufen, bis diese von der zuständigen Behörde geändert wird. Sie sollen allerdings regelmäßig kontrollieren, dass die eingelagerten Waffen dem Genehmigungsbescheid entsprechen.

Alte Banktresore, die z.B. als Spende dem Verein zugegangen sind, sind durch die Kreispolizeibehörde zu genehmigen.

WBK-pflichtige Munition muss in einem Stahlblechschrank mit Schwenkriegelschloss oder gleichwertig untergebracht sein.

Luftdruckwaffen müssen nicht zwingend in klassifizierten Schränken aufbewahrt werden; sie müssen jedoch so gesichert sein, dass ein Abhandenkommen ebenso verhindert wird wie auch der unbefugte Zugriff Dritter. Hierfür genügt ein abgeschlossener Raum oder Schrank.

Diabolos für Luftdruckwaffen sind keine Munition im Sinne des Gesetzes; für sie gelten keine besonderen Vorschriften für die Aufbewahrung; daher können sie auch gemeinsam mit der Luftdruckwaffe verwahrt werden.

Grundsätzlich ist die Aufbewahrung von Munition und Waffen auch in besonders gesicherten Waffenkammern möglich. Wegen der unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten können hier allgemeine Hinweise nicht gegeben werden. Die Einzelheiten für eine Waffenkammer müssen im Rahmen des Aufbewahrungskonzeptes mit der Kreispolizeibehörde abgesprochen werden.

Der Vorstand muss festlegen, wer Zugang zu den Waffenschränken oder zu einem Waffenraum haben darf. Zugang zu erlaubnispflichtigen Waffen darf nur haben, wer Inhaber einer Waffenbesitzkarte ist, mithin zuverlässig und geeignet sowie sachkundig ist. Grundsätzlich dürfen unter 18-jährige Jugendliche keinen Zugang zum Waffenschrank oder Waffenraum haben.

Das Poster „Aufbewahrung von Waffen und Munition“ vom DSB und „Die Hinweise des DSB von Waffen und Munition in Schützenhäusern“ können unter 5. Download heruntergeladen werden.

3. Vereins-WBK / Vereinsbeauftragter
Voraussetzung für eine Vereins-WBK ist das Bedürfnis eines Vereins. Dieses ist grundsätzlich für solche Waffen anzuerkennen, die der Verein für die Übungs- und Probephase von Mitgliedern benötigt. Diese Waffen können Reservewaffen für Mitglieder, Neumitglieder und ein Grundbestand für öffentliche Veranstaltungen sein. Die Zahl der einem Verein zuzubilligenden Vereinswaffen bemisst sich nach den Regelungen in der Satzung, Zahl der Mitglieder und der nutzbaren Schießstättenkapazitäten.

Bei beispielsweise 5 Bahnen in der Entfernung 50m kann sich ein Verein

5 Gewehre + 1 Reservegewehr
5 freie Pistolen + 1 Reservepistole
5 Pistolen + 1 Reservepistole

sofern der Kugelfang für die jeweiligen Waffe ausgelegt ist, anschaffen und auf die Vereins-WBK eintragen lassen.

Für die WBK muss der Verein mind. eine „verantwortliche Person“ bei der Kreispolizeibehörde melden. Dabei muss diese keine leitende Stellung im Verein einnehmen, es reicht auch die Benennung eines „einfachen“ Vereinsmitgliedes. Dieses muss aber volljährig, zuverlässig, geeignet und im Besitz der erforderlichen Lizenzen (Waffensachkunde, mind. 12 Monate Sportschütze, regelmäßige Trainingsbeteiligung, etc.)) sein.

Die Empfehlung unsererseits läuft allerdings dahin, dass mehrere am Schießsport-beteiligte Personen dort eingetragen sind, wie Sportleiter und Jugendleiter mit ihren Stellvertretern, um die Arbeit, wie z.B. die Herausgabe WBK-pflichtiger Vereinswaffen für Wettkämpfe zu verteilen.

4. Waffentransport
Minderjährige dürfen keinerlei Waffen transportieren.

Volljährige ohne WBK dürfen Druckluftwaffen transportieren; WBK-pflichtige Privatwaffen gar nicht und WBK-pflichtige Vereinswaffen nur mit einer Transportbescheinigung transportieren.

Volljährige mit WBK dürfen alle Waffen transportieren, die WBK-pflichtigen Waffen aber nur mit Transportbescheinigung.

Die Transportbescheinigung darf nicht pauschal ausgeschrieben werden. Auf ihr muss

- der Verein bzw. der WBK-Beauftragte des Vereins oder der WBK-Inhaber bei Privatpersonen,
- das Mitglied, welches die Waffe transportieren möchte,
- die Waffenart mit Hersteller, Modell und Waffen-Nr.,
- die WBK-Nr.,
- der Zweck der Mitnahme und
- Datum und Unterschrift des WBK-Inhabers

verzeichnet sein.

Die Tabelle „Waffentransport“ vom WSB ebenso wie die „Vorübergehende Überlassung erlaubnispflichtiger Schusswaffen im Rahmen des § 12 Abs. 1 Ziffer 3 Buchstabe b WaffG“ stellen wir ebenfalls auf unserer Homepage zur Verfügung.